Archiv für Dezember 2007

Ausge-Studi-t

Ich hab’s dem Thomas mal gleichgetan und mich aus StudiVZ abgemeldet… auch wenn ich sowieso unter Phantasienamen dort angemeldet war.

Es geht weiter

Kritiker der “heimlichen” Onlindurchsuchung bringen oft das Argument, dass eine Hausdurchsuchung ja auch nicht heimlich durchgeführt werden darf.

Zum “großen Lauschangriff” existieren Zahlen, die einen zum Stirnrunzeln bringen; so sind die meisten Anweisungen quasi “richterlich einfach abgestempelt” (soviel zum Richtervorbehalt).

Beide Fakten kondensieren sich letztendlich zu einem Argument: Warum eigentlich noch Richtervorbehalt und Anwesenheitsrecht von Betroffenen bei der Hausdurchsuchung?

TP: Von der heimlichen Onlinedurchsuchung zur heimlichen Hausdurchsuchung:

Von den Kritikern der Onlinedurchsuchung wird oft als Argument eingebracht, dass es ja auch keine heimlichen Hausdurchsuchungen gäbe. Auch das BKA sieht darin ein Problem – eines, das man auch auf der Hausdurchsuchungsseite angehen könnte.

Der Gedanke einer “Abstimmung mit den Füßen” rückt immer näher. Warum nicht einfach auswandern?

Sind die fetten Jahre für Bertelsmann vorbei?

TP: Nächstes Jahr in Gütersloh:

Der Lack blättert bei der PR-polierten Arbeit der Bertelsmann Stiftung ab. Studentenverbände und Universitäten verweigern das Hochschulranking. Die Gewerkschaft Verdi kündigt die Zusammenarbeit. Der Bundestag befasst sich mit einer Bertelsmann-Lobbyismus-Anfrage der Linkspartei. Die rotgrüne Basis zweifelt an Hartz IV und der Hamburger SPD-Spitzenkandidat geht im derzeit laufenden Wahlkampf gerichtlich gegen Behauptungen aus der Linkspartei vor, er sei ein alter “Bertelsmann”. Jetzt haben sogar taz und Zeit über die Proteste berichtet.

taz und Zeit, oho! Naja, es ist ein Anfang, dass das Wirken der Bertelsmann Stiftung in der Öffentlichkeit kritisch überprüft wird.

Das Imperium schlägt zurück

heise online – Blogs und Online-Foren: Die neue Sachlickeit der Tagespresse:

Erst kam eine Verbalattacke der Süddeutschen Zeitung auf die Blogger- und Forenszene und die Einführung von Öffnungszeiten im digitalen Raum – was zu heftigen Protesten der Leser und Forennutzer von sueddeutsche.de führte. Nun fühlt sich auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung dazu berufen, die kommentierenden Amateure in ihre Schranken zu weisen.

Nun, ich will nicht behaupten, dass meine Kommentierungen von lesenswerten Artikeln irgendwelchen journalistischen oder hochintellektuellen Anspruch hätten. Aber im Gegenzug das “Mitmach-Web” mirnichtsdirnichts als Sammlung des minderbemittelten Tastaturproletariats zu bezeichnen und sich selbst auf den Elfenbeinturm der Qualität zu hiefen – das klappt so nicht. Ich wünsche den Publikationen viel Spaß bei ihrem Feldzug gegen die Onliner. Vielleicht könnte sich herausstellen, das viele, die man vermeintlich als Webproleten verumglimpft doch (nun ehemalige) Leser waren.

Polizisten gegen Polizeigewalt

TP: Polizisten gegen Polizeigewalt:

Die Bundesregierung, so Demba, werde seit Jahren von UNO und Europa Rat aufgefordert, endlich unabhängige Stellen einzurichten, um Vorwürfe wegen ungerechtfertigte Polizeigewalt zu untersuchen.

Trotzdem kommt wenig Bewegung in die Sache. Der Staat hat schließlich immer Recht…

Auf der anderen Seite: Leider hat sich meines Erachtens nach schon überall auf der Welt eine”Fightclub”-Szene etabliert – Opfer sind legitime Teilnehmer von Demos, Sportveranstaltungen und echte Polizisten.