Die Gedanken sind frei
Allgemein
Mit orangem Shirt in den Niederlanden…
07. Jul
… neben Spaniern sitzend das Spiel anschauen. Cosmopolitan
Die Arroganz der Dummheit kondensiert in zwei Worten…
25. Mai
Heute morgen, auf dem Weg vom Flugzeugparkplatz zur Gepäckausgabe hörte ich aus dem Mund einer Mitreisenden die Worte “unnützes Wissen”, ein geflügeltes Wort, dass sich in der Zeit von sogenannten Wissensshows immer mehr ausbreitet. Die Frage, wieviel C4 benötigt wird, um 10kg Götterspeise in einem Umkreis von 10m zu verteilen, mag für den durchschnittlichen Privatfernsehkonsumenten nicht von Nutzen sein, unnütz ist die Antwort jedoch nur ohne Kontext. Und da kommen wir zu einer Definition: ohne Kontext ist diese Antwort nur eine Information. Für einen Forensiker kann diese Information sehr wichtig sein, weil sie evtl. Auskunft gibt, wieviel Sprengstoff verwendet wurde, um ein Opfer eines Chemiebaukastens in seinem Hobbylabor zu verteilen. Otto Normal RTL2-Konsument wird vermutlich nicht in diese Situation kommen, aber nur, weil er/ sie mit einer Information nichts anfangen kann (weil der Kontext fehlt), heißt das nicht, dass die Information per se unnütz ist.
Kommen wir zu Intelligenz… die bedeutet für mich, dass man Informationen, die man hat, in einem neuen Kontext zu neuen Folgerungen kombinieren kann, und somit neues Wissen erzeugt. Um dabei sehr erfolgreich zu sein, kann man entweder die Fähigkeit trainieren, neue Kombinationen zu erarbeiten, oder aus einem sehr großen Informationsschatz schöpfen (idealerweise beides).
Schlechte Mathematiknoten werden ja seit der Relativitätstheorie gerne mit der fünf Albert Einsteins abgekanzelt. Aber der Herr Einstein hatte nur schlechte Noten, weil er die Schulmathematik zu trivial empfand, die zugrunde liegenden Konzepte hatte er vermutlich 10x besser als sein Lehrer verinnerlicht. Insofern ist die Aussage “Ich bin blöd in Mathe, Einstein war’s auch” nicht richtig…
Unter den Wolken… Schiphol bis mindestens 14h zu
17. Mai
Schiphol ist offline, Flug annulliert. Da mich gerade die Rüsselseuche plagt, tu’ ich mir die sechs Stunden im Auto heute nicht an…
Heise ohne Apple-Gerüchte
19. Apr
// ==UserScript==
// @name Heise ohne Äpfel
// @namespace www.heise-ohne-äpfel.de
// @include http://www.heise.de/
// ==/UserScript==
var anchors = document.getElementsByTagName("a");
var keywords = new Array("Apple", "iPad", "iPhone", "iPod",
"iTunes");
for (var i = 0; i < anchors.length; i++) { var title = anchors[i].getAttribute("title"); if (title != null) { for each (var key in keywords) { if (title.indexOf(key) >= 0){
if (anchors[i].parentNode.nodeName.toLowerCase() == "h3")
anchors[i].parentNode.parentNode.parentNode.removeChild(anchors[i].pa
rentNode.parentNode);
else
anchors[i].parentNode.parentNode.removeChild(anchors[i].parentNode);
}
}
}
}
Dank an KayK
Pro Sieben und das Nachmittagsprogramm…
27. Feb
Gerade ist “Hellphone” zuende gegangen, und ich ärger’ mich mal wieder, einen Film im deutschen Nachmittagsprogramm gesehen zu haben. Der Film an sich war nicht spektakulär. Spektakulär schlecht war aber mal wieder die Zensurschere, der Schlüsselszenen des Films zum Opfer gefallen sind. Schlimmste Stelle: Die Protagonisten kommen mit dem “Höllenhandy” in die Chemieklasse, um es dort mit Schwefelsäure der finalen Vernichtung zuzuführen. Was wohl nicht klappt – hier fehlen ein paar Minuten Film, in der nächsten Szene liegt ein Mann am Boden, die Chemielehrerin weg, die Klasse flüchtet (warum?) und die gesamte Schule scheint hypnotisiert auf das Klassenzimmer einzustürmen.
Aber warum (zum Teufel!)? Man weiß es nicht. Es bleibt zu vermuten dass es evtl. einen unschönen Säureunfall gegeben hat oder sowas.
Erinnert mich an die TV-Fassung von Starship Troopers. Man sollte einen Hinweis im Programmführer einführen, z. B. “Vorsicht – Jugendschutzfassung – Erzählung kaputtgeschnitten!”
Verschiedenes
23. Dez
Ich hab’ gerade entdeckt, dass der neue Google Chrome Browser das ChromeOS-Feature besitzt, “Permatabs” am linken Rand der Tableiste zu haben (einfach Tab in die Linke Ecke ziehen).
In Kanada werden Blogger jetzt wohl eher nach Presserecht beurteilt und haben damit mehr Pflichten. Bekommen sie auch mehr Rechte?
Der Merkelvirenscanner
23. Sep
Ein Produkt, das auf dem Firmenprimärserver läuft. Virus wird über USB vom MA eingeschleppt.
Langsam aber sicher verbreiten sich die schadhaften Bits im Firmennetzwerk. Der Merkelvirenscanner registriert, dass sich was tut – und schaltet die VOIP-Anlagen so, dass er auswerten kann, was die MA so sagen. Einige beschweren sich bei der IT, dass der Rechner langsamer ist, andere wiederrum sperren den Rechner, gehen in die Kaffeeküche und starten ein ausgedehntes Pläuschchen. Die Auswertung ergibt, dass ca. 60% der User keine Meinung haben, 19% die neu gewonnene Freizeit mögen, 21% rufen den IT Support.
Ein Admin aus der IT meldet sich zu Wort und sagt in der Kaffeeküche: “Wir haben einen Virus! Wir müssen etwas tun!”. Der Merkelvirenscanner registriert dies und lässt über das HR-System automatisch eine Abmahnung an den Admin rausgehen. Desweiteren wird eine firmenweite Mail versandt, mit dem Betreff “Es läuft alles wie gewohnt!”. Der Finanzvorstand tritt vor die Presse und sagt: “Wir haben keinen Virus, das ist ein Problem das lediglich andere Firmen betrifft!”.
Einzelne Mitarbeiter machen sich langsam wirklich sorgen und fangen an, ihre Optionen zu verkaufen. Auch in der Kaffeeküche und an der Helpline wird die Stimmung merklich nervöser. Der Merkelvirenscanner registriert, dass zwar immernoch 60% der User indifferent zu sein scheinen, aber mittlerweile eine klare Mehrheit von 25% ein Problem sehen.
Nun ist es soweit!
Der Merkelvirenscanner tritt in Aktion!
Ein popeliger Standardvirenscanner wird auf den Clients aktiviert. Allerdings hat der Merkelvirenscanner diesen über die Warenwirtschaft eingekauft und aus Gründen der Zukunftssicherheit (falls mal wieder ein Virus kommt) 10.000.000 EUR pro Lizenz überwiesen.
Währenddessen sendet der Merkelvirenscanner eine Mail an die gesamte Belegschaft, dass der neuen Virenscanner den Mitarbeitern Zeit spart, die Rechner optimiert, und in Verbindung mit einem Adwarescanner kommt (der zwar verspricht, dass er einem die Spyware löscht, dann aber doch nur aus No-Ops besteht).
Nachdem der Scan durchgelaufen ist und 85% der Viren entdeckt wurden, werden die Lizenzkosten auf 30 Jahre von den Gehältern der Arbeiter am Produktionsband abgezogen.
Das, meine Damen und Herren, ist IT-Sicherheit aus dem Kanzleramt!
“Generation Upload” – Mein Senf zu JK Wedding Entrance
09. Aug
In den letzten vier Wochen kochte die Blogosphäre ja zum Thema “Generation Upload“, die Vodafone bzw. Scholz & Friends erfunden haben will, komplett mit Spot und Blog-Kampagne.
Während da die Marketeers also “das Bloggen, Youtuben und Podcasten” für sich ausschlachten wollen, stellt jemand ein witziges Video online (als ich es sah dachte in den ersten Sekunden “wie schmalzig” und dann hat’s mich doch berührt).
Lustigerweise hat das die Verkäufe des Songs “Forever” von Chris Brown besser befeuert als jede geplante Kampagne:
Das hätte sich Chris Brown in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können: Sein Song “Forever” wird der Renner, weil er Teil einer ganz ungewöhnlichen Hochzeitszeremonie war.
Udo Vetter (law blog) zu Zensursulas neuesten Äußerungen
02. Aug
An den Beispielen sieht man, wie unredlich von der Leyens Stammtischargumente sind. Sie nennt kriminelles Handeln, welches bereits heute unter Strafe steht und verfolgt wird. Dann bringt sie die Menschenwürde ins Spiel und postuliert einen Handlungsauftrag des Staates, der weit über die Verhütung und Verfolgung von Straftaten hinausgeht. Eine zugkräftige, gleichwohl aber billige Argumentation, und zwar in mehrfacher Hinsicht:
Die Menschwürde zählt, vereinfacht gesagt, zu den Grundrechten. Sie ist ein Abwehrrechtgegen Eingriffe des Staates. Niemand darf von staatlichen Organen zu einem bloßen Objektstaatlichen Handelns gemacht und seines Selbst beraubt werden; sein Leben ist nicht gegen das Leben anderer abwägbar (ausführliche Beschreibung: Wikipedia).
via law blog
Die Liste wird länger und länger. Erst war es ja nur KiPo (Ursula von der Leyen hatte beteuert, dass es nur um Kinderpornographie ginge). Die Tinte des Werks war nicht einmal trocken, da forderte schon der erste die “Internetsperre für ‘Killerspiele’“. Vorher sogar noch wollte eine ehemalige Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten “Gewalt-Seiten” sperren. Oder Google Book Search. Viel früher schon hat sich Arcor an Sperren von “jugendgefährdeten Seiten” versucht. Oder Nazi-Seiten. Oder MP3-Downloads. Oder gefährliche Worte. Oder kritische Blo
Was darf man eigentlich photographieren?
23. Jul

Photographen und Urheberrecht
Telepolis zu einem Fall, bei dem jemand wegen der Verwendung von Bildern, die 500 Jahre alte Kunstwerke darstellen, abgemahnt wurde. Eine flüchtige Beschäftigung mit der Thematik, was man eigentlich photographieren darf, legt nahe, dass das in Deutschland gar nicht mal so viel ist.
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