Die Gedanken sind frei
Forschung
Open Access Petition
12. Nov
In Deutschland gibt es Petitionen, d. h. der Bürger hat die Möglichkeit, zu erwirken, dass ein bestimmtes Thema im Bundestag behandelt wird. Wenn die Petition angenommen wird und genügend Bürger mitzeichen (im Moment ca. 50.000). Hier ist z. B. eine Petition, die sich dafür einsetzt, dass Forschungsergebnisse, die mit Steuergeldern finanziert wurden, auch vom Steuerzahler zugreifbar sein sollen:
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen. Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen Voraussetzungen zu schaffen.
Doch keine “Keine Vorerkrankung”…
02. Nov
Die Zahl der Toten stieg in Deutschland auf sechs. Alle Opfer zählten zur Risikogruppe und hatten Vorerkrankungen. Die 48-Jährige aus dem Rhein-Sieg-Kreis, von der zunächst keine Erkrankung bekannt war, soll, wie es gestern hieß, an Asthma und einer Lebererkrankung gelitten haben.
via RKI: “Welle hat begonnen”: 7000 Schweinegrippe-Fälle in NRW | RP ONLINE.
Aus Gründen der Pietät kein weiterer Kommentar.
Zeit Online entdeckt Indect
17. Okt
Indect – ein Paket von Forschungsförderungen der EU um Geräte und Software zu entwickeln, die Einzelpersonen auf Schritt und tritt verfolgen, in dem sie öffentliche Informationen, Überwachungskameras, Vorratsdatenspeicherung und soziale Netzwerke verknüpfen.
Es geht nicht in erster Linie darum, Informationen aus dem Netz zu filtern. Vor allem sollen diese mit anderen Datenbanken verknüpft werden. Beispielsweise mit Bildern von Videoüberwachungskameras oder mit Daten von Mobiltelefonen. Das Ziel, so scheint es: In irgendeiner Weise auffällig gewordene Menschen in der Realität schnell entdecken und langfristig verfolgen zu können.
via Zeit Online.
/.: The LHC, the Higgs Boson, and Fate
14. Okt
Reader Maximum Prophet sends a piece from the NY Times by the usually reliable Dennis Overbye reporting on a “crazy” theory being worked up by a pair of “otherwise distinguished physicists”: that the Large Hadron Collider’s difficulties may be due to the universe’s reluctance to produce a Higgs boson.
via Slashdot Science Story | The LHC, the Higgs Boson, and Fate.
Schmerzinduzierer
21. Sep
“Man ist gezwungen, darüber nachzudenken, was aus der Welt geworden ist, wenn der menschliche Erfindergeist dazu benutzt wird, so ein Ding zu bauen”: Michael Hanlon zeigt sich ausgesprochen beeindruckt vom Silent Guardian. Als erster Journalist durfte er die Wirkung des “Stillen Wächters” testen, einer Strahlenwaffe des US-Herstellers Raytheon, die nach dem Willen ihrer Befürworter demnächst Wasserwerfer und Tränengas ersetzen soll bei der Bekämpfung von Aufständen und beim Auflösen von Demonstrationen. Sein Testbericht erschien am 18. September in der “Daily Mail”.
Ein Gerät, das dazu entwickelt ist, ohne Spuren unerträgliche Schmerzen zu bereiten – da kann ich mich den Worten Hanlons nur anschließen.
Mathematische Betrachtung des Extremismus
24. Apr
TP: Die Quellen des Extremismus
Der Betrachter aktualisiert nun seine ursprüngliche Meinung über den Zustand der Welt anhand dieser störbehafteten Indikatoren. Genau dies berücksichtigen Dixit und Weibull in ihrem mathematischen Modell – und zeigen daraufhin, dass eben jenes Verhalten zu einer Polarisierung führen muss. Und zwar bereits ohne den Menschen Voreingenommenheit zu unterstellen.
Insgesamt ist der Artikel nur ein Teaser, aber vielleicht sollte ich mir heute Abend mal die verlinkten Seiten anschauen, der Teaser wirkt interessant.
Multitaskingschutz
23. Apr
FTD.de – Forschung – Nachrichten – Lieber der Reihe nach
Wer mit Eric Horvitz Kontakt aufnehmen will, muss an seinem Rechner vorbei. Der schützt ihn vor unwichtigen Mails. Vor unbekannten Anrufern. Und überhaupt vor allen elektronisch vermittelten Nachrichten, die der Informatiker vielleicht lieber in der Kaffeepause bekäme.
Damit ginge “Computer lösen Probleme, die wir ohne sie nicht hätten” in eine Meta-Ebene…
Lobbyarbeit gegen Open Access
11. Feb
Kampf um Open Access – Golem.de:
Der US-amerikanische Verlegerverband AAP hat eine PR-Agentur damit beauftragt, Stimmung gegen Open Access zu machen. Das berichtete Ende Januar die Fachzeitschrift Nature. Zur gleichen Zeit hat die EU-Kommission damit begonnen, Empfehlungen zur Open-Access-Publikation von Forschungsergebnissen zu erarbeiten, die mit Hilfe von EU-Mitteln zustande gekommen sind. Und in Deutschland haben sich Bibliotheken und Verlage auf “einen marktwirtschaftlich orientierten Ansatz” bei der Bereitstellung wissenschaftlicher Publikationen geeinigt. Damit sollen weitergehende gesetzliche Regelungen vermieden werden.
Wer die Diskussion verfolgt, fragt sich warum, geht es doch (stark vereinfacht) darum, dass mit steuerlichen Mitteln finanzierte Forschungsergebnisse wiederrum von den Wissenschaftsverlangen gegen (sehr) gutes Geld an andere Fakultäten weitergereicht werden.
Religiösität kontra funktionierende Gesellschaft
21. Nov
Schwieriger dürfte für viele zu akzeptieren sein, dass Paul aufgrund seiner Daten auch zu dem Ergebnis kommt, dass die USA, die Nation mit dem größten Anteil von religiösen Menschen, den höchsten Grad an “sozialer Dysfunktionalität” aufweisen. Während beispielsweise in allen anderen Ländern die Mordrate weiter sinkt, seien die USA die einzige wohlhabende Demokratie mit einer hohen Mordrate. Die Selbstmordrate bei Jugendlichen ist jedoch vergleichbar mit der in anderen Ländern. Eine stärkere Religiosität, eine höhere Zahl von Kirchenbesuchen und Gebeten haben auch in einem diesbezüglichen länderübergreifenden Vergleich keine Auswirkungen darauf. Allgemein aber lasse sich ein Rückgang der Lebensdauer mit wachsender Religiosität erkennen.
telepolis
Auch, wenn es dort schwarz auf weiß steht, glaube ich nicht, dass eine Studie die Mär von “Rückbesinnung auf (alte) Werte” = “Alles wird wieder gut” beenden können wird.
Kinofilme lassen Hormone Achterbahn fahren
05. Okt
Kinofilme gehen nicht nur zu Herzen, sondern verändern auch den Hormonspiegel: Während bei romantischen Filmen die Menge des weiblichen Geschlechtshormons Progesteron ansteigt, treiben Actionfilme eher den Testosteronspiegel in die Höhe. Das hat ein amerikanisches Forscherteam um Oliver Schultheiss von der Universität von Michigan entdeckt.
bild der wissenschaft
Nicht mehr ganz taufrisch, erklärt jedoch Einiges!
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