Archive: ‘Gesellschaft’ Category

Bei Apple wird nur keusch telefoniert

No comments Februar 22nd, 2010

Apple setzt seinen Kurs bzgl. der Inhalte-Zensur fort:

Hieraus geht hervor, dass die Richtlinien des App-Stores überarbeitet werden und sexuell anstößige Inhalte aufgrund von Beschwerden seitens einiger User aus dem Angebot entfernt werden.

Apps, die sexuelle Inhalte implizieren oder darstellen, werden nicht genehmigt (nur seltsam, dass GQ und die BILD-App immer noch da sind – oder ist das „BILD-Girl“ entfernt worden?)

stereopoly

Der SciFi ist tot, es lebe der SciFi

1 comment Februar 21st, 2010

Nachdem rundherum um Star Trek alles ausgelutscht ist (und Star Trek 11 ein kruder Versuch ist, das Konzept durch eine geänderte Zeitlinie wiederzubeleben), muss ich feststellen, dass SciFi-Serien meiner Meinung nach doch noch funktionieren, wenn auch nicht zur Trash-Prime-Time, wo uns so Schrott wie “Deutschland sucht den Superstar” oder “Germanys Next Topmodell” präsentiert wird.

Battlestar Galactica war, wenn man die Episoden am Stück am Wochenende geschaut hat total unterhaltsam. Stargate hat sich von einer low budget Serie zu einem eigenen Universum gemausert. Eureka ist witzig, abgehoben und spielt in einer geheimen Stadt in unserer Zeit. “Terminator: The Sarah Connor Chronicles” hatte mehr mit einer Soap als mit SciFi zu tun und ist daran gescheitert (Beverly Hills 90210 für Nerds funktioniert einfach nicht). Doctor Who ist von einer Schaumstoff-Kostüm-Serie auch zu einem durchaus ernstzunehmenden Universum gewachsen. Torchwood… naja, ich finde, ein wenig zu “schwul”. Aber durchaus schauenswert.

Wer also behauptet, “der SciFi” ist tot, der bedauert aus meiner Sicht die Überkommerzialiserung Star Treks (und den Versuch, zuviele “politisch Korrekte” Themen unterzubringen) oder den grandiosen Unsinn den George Lucas auf die Leinwand brachte…

Filmtipp nebenbei: “Impostor – Der Replikant”.

Lidl und die Lieferanten

No comments Januar 5th, 2010

fefe hat einen Artikel über Lidl und deren “Probleme” mit Bananenlieferanten. Nach meinem Embargo wegen der Stasi-Methoden gegen Unternehmen der Schwarz-Gruppe (wegen Irrelevanz nicht mit dem Wikipedia-Artikel verlinkt), könnte es sich doch lohnen, da mal hinzugehen…

via Fefes Blog.

“Islamfeindlichkeit kommt nicht vom Rand”

No comments Dezember 3rd, 2009

Ein sehr interessantes Interview in telepolis über die Bildung eines neuen Feindbildes: Der Moslem. Sabine Schiffer stellt während ihres Gespräches mit dem Interviewer auch sehr schön heraus, wieviel erschreckende Ähnlichkeit das Stereotyp “der Moslem” mit “der Joode!” hat.

Einfach mal lesen und in sich gehen.

Es ist seit Jahr und Tag gängige Praxis der sog. Eliten, dass allgemein relevante Themen auf markierte Gruppen projiziert werden. Dann kann man etwa unser Schulsystem so lassen wie es ist und muss nicht z. B. teuer die Schulklassen halbieren, sondern kann die daraus resultierenden Probleme den angeblich “Integrationsunwilligen” in die Schuhe schieben.

via TP: “Islamfeindlichkeit kommt nicht vom Rand”.

Kurz zum Minarettverbot

No comments November 30th, 2009

Menschenrechte sind unveräußerlich. Ich halte Religionsfreiheit für ein Menschenrecht (obwohl ich es am sinnvollsten finde, keine Religion zu haben). Mit Bedauern sehe ich, dass die Diskussionsforen und Umfragen zum Schweizer “Minarettverbot” von “Gratulanten an die mutigen Schweizer” beherrscht werden.

Das “wir” (“der Westen”, “die Zivilisierten”) gegen “die” (“die Araber”, “die Islamisten”, “die Moslems”, “die Terroristen”) hat offenbar gewirkt. Das macht mich traurig…

Erziehung mit Taser (Die Amis müssen verrückt sein)

1 comment November 21st, 2009

Mit einer Elektroschockpistole hat ein Polizist in den Vereinigten Staaten eine Zehnjährige außer Gefecht gesetzt. Das Kind hatte nicht duschen wollen.

via USA – Polizei behandelt bockiges Kind mit Elektroschocker – Panorama – sueddeutsche.de.

Um es mit den Worten einer guten Karrikatur zu sagen:

Ohne Worte

Döpfner: Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch

No comments November 14th, 2009

Axel-Springer-Chef Döpfner hat die Forderung nach einem freien Zugang zu Informationen als kommunistisch bezeichnet. Genauso sinnvoll sei es zu fordern, dass das Bier im Supermarkt künftig kostenlos sein müsse.

via Springer: Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch – Golem.de.

Sehr geehrter Herr Döpfner,

Ich habe da eine Lösung für ihr Problem, und Sie wissen ja auch schon eine: nehmen Sie für den Zugang zu Ihren Informationen Geld. Für das iPhone haben Sie ja auch schon angekündigt, dass ihre Seiten in Zukunft nur noch gegen Geld zu haben sind. Und auch gegen  Google News ist ein Kraut gewachsen: robots.txt.

Aber irgendwie befürchte ich, Sie haben ein anderes Problem. Ihnen geht es wohl darum, dass niemand bereit ist, Geld für ihren Mist, Unsinn und Dreck zu bezahlen. Und das, Herr Döpfner, nennt sich im allgemeinen Kapitalismus.  Wenn ein Wettbewerber etwas günstiger zur Verfügung steht, kann ich entweder auch meinen Preis senken, oder meine Qualität erhöhen.

Ich bin mir sicher, dass eine Komplettsperre von Bild.de für “Kommunisten” die durchschnittliche Qualität der deutschen Medienlandschaft gewaltig erhöhen würde. Machen Sie also bitte schnell!

Open Access Petition

No comments November 12th, 2009

In Deutschland gibt es Petitionen, d. h. der Bürger hat die Möglichkeit, zu erwirken, dass ein bestimmtes Thema im Bundestag behandelt wird. Wenn die Petition angenommen wird und genügend Bürger mitzeichen (im Moment ca. 50.000). Hier ist z. B. eine Petition, die sich dafür einsetzt, dass Forschungsergebnisse, die mit Steuergeldern finanziert wurden, auch vom Steuerzahler zugreifbar sein sollen:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen. Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen Voraussetzungen zu schaffen.

via Deutscher Bundestag: Petitionen.

Orwell’sches Newspeak in Reinkultur: EU nennt “Netzsperren” “Internet-Freiheit”

No comments November 9th, 2009

Zum Heulen oder Lachen…

Der Name “neue Bestimmung zur Internet-Freiheit” ist allerdings irreführend.

via Internet: EU lässt Netzsperren zu | Digital | ZEIT ONLINE.

Haha. Bürgerrechte (ge-/ ent-/ ver-) stärkt. Haha.

No comments November 6th, 2009

Ja, ja, das waren noch Zeiten, als man unter Stärkung noch etwas verstand, was wirklich mit Stärke zu tun hatte. Heutzutage ist es oftmals schon als Stärkung zu verstehen, wenn dem geschwächten Opfer nicht noch zusätzlich in den Magen getreten wird.

via Telepolis wnews: Hallo, Bürgerrecht, ich helfe Dir mal hoch, ja?.