Archive: ‘Wirtschaft’ Category

Bei Apple wird nur keusch telefoniert

No comments Februar 22nd, 2010

Apple setzt seinen Kurs bzgl. der Inhalte-Zensur fort:

Hieraus geht hervor, dass die Richtlinien des App-Stores überarbeitet werden und sexuell anstößige Inhalte aufgrund von Beschwerden seitens einiger User aus dem Angebot entfernt werden.

Apps, die sexuelle Inhalte implizieren oder darstellen, werden nicht genehmigt (nur seltsam, dass GQ und die BILD-App immer noch da sind – oder ist das „BILD-Girl“ entfernt worden?)

stereopoly

Parteispenden via Twitter

No comments Februar 18th, 2010

Parteispende” veröffentlicht Großspenden auf twitter. Fragt noch jemand, wofür Twitter gut sein könnte?

Imeem: Enteignung durch Verkauf an MySpace

No comments Dezember 13th, 2009

Na, ganz großes Kino. Laut wired wurden beim Kauf von Imeem durch MySpace nur die Juwelen gepickt, auf dem Rest bleiben jetzt die Schuldner sitzen. Unter anderem Forderungen durch den Verkauf von Independent-Musik, die durch Imeem abgewickelt wurden. Die Künstler, die diesen Weg des Vertriebs gewählt hatten, werden wohl jetzt leer ausgehen.

Mir fällt da gerade nur ein Wort ein: Skandalös.

Independent artists who sold their music through imeem’s Snocap music storefronts on MySpace and other sites won’t be paid what’s owed even after MySpace Music’s acquisition of some — but not all — of imeem, Wired.com has learned.

MySpace Music bought “certain assets” from imeem, and they do not include imeem’s liability to more than 110,000 independent artists with Snocap storefronts, according to a source with inside knowledge of the deal. Those artists’ contracts mandate they be paid each month if they’re owed more than $20. Some artists have been owed money for more than a year, and the chance of them seeing any money now is, for all intents and purposes, zero, the source says.

wired.com

Update: Es sieht so aus, als hätte MySpace da Insolvenzmasse gekauft – obwohl ich auf die Schnelle keine Bekanntgabe nach Chapter 11 oder Insolvenz von Imeem finde.

Steht “bing” für “Besch****ING”?

No comments November 24th, 2009

Ein Blogger in den USA hat über die Microsoft Suchmaschine “bing” einen Preis für den Camcorder “Canon Vixia HV40″ gesucht… und dabei festgestellt, dass, wenn er von bing auf die Shop-Seite kommt ca. 50$ mehr bezahlen soll, als wenn er von google kommt.

So, if I go directly to butterflyphoto.com, I pay $699 with 0% cashback. If I use Bing Cashback, I pay $758 with 2% cashback, or $742.84. Using Bing cashback has actually cost me $43.84, giving an effective cashback rate of -6.27%. Yes, negative cashback!

via Blog » Negative Cashback from Bing Cashback – Bountii.

Döpfner: Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch

No comments November 14th, 2009

Axel-Springer-Chef Döpfner hat die Forderung nach einem freien Zugang zu Informationen als kommunistisch bezeichnet. Genauso sinnvoll sei es zu fordern, dass das Bier im Supermarkt künftig kostenlos sein müsse.

via Springer: Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch – Golem.de.

Sehr geehrter Herr Döpfner,

Ich habe da eine Lösung für ihr Problem, und Sie wissen ja auch schon eine: nehmen Sie für den Zugang zu Ihren Informationen Geld. Für das iPhone haben Sie ja auch schon angekündigt, dass ihre Seiten in Zukunft nur noch gegen Geld zu haben sind. Und auch gegen  Google News ist ein Kraut gewachsen: robots.txt.

Aber irgendwie befürchte ich, Sie haben ein anderes Problem. Ihnen geht es wohl darum, dass niemand bereit ist, Geld für ihren Mist, Unsinn und Dreck zu bezahlen. Und das, Herr Döpfner, nennt sich im allgemeinen Kapitalismus.  Wenn ein Wettbewerber etwas günstiger zur Verfügung steht, kann ich entweder auch meinen Preis senken, oder meine Qualität erhöhen.

Ich bin mir sicher, dass eine Komplettsperre von Bild.de für “Kommunisten” die durchschnittliche Qualität der deutschen Medienlandschaft gewaltig erhöhen würde. Machen Sie also bitte schnell!

Leistungsschutzrecht wird angegangen

No comments Oktober 29th, 2009

Update: hier mal ein Vorgeschmack auf das, was uns erwartet!

Das würde heißen, dass ich hier nicht mehr zitieren darf. Fragt sich, ob verlinken noch drin ist. Das ist doch mal Gesetzgebung im Sinne des Volkes!

Er [Medienrechtler Udo Branahl] kann sich vorstellen, dass dazu die Anforderungen an die Erteilung eines Urheberrechtsschutzes gesenkt werden. Es käme auch eine weitere Absicherung von Informationen in Betracht: Wenn etwa eine Nachrichtenagentur eine Meldung als erste verbreite, dürfe kein anderer ihren Kerngehalt mehr nutzen, um eigene Texte damit zu verfassen. Dies wäre aber ein Bruch mit sämtlichen kontinentalen Freiheitstraditionen und würde Monopolstellungen im Geschäft mit Nachrichten schaffen.

via heise online – Koalitionsvertrag verschärft Streit um Leistungsschutzrecht für Verlage.

Gesundheitskommissarin Vassiliou warnt Konsum- und Wahlvieh vor Notschlachtung

No comments Oktober 27th, 2009

Bei telepolis steht mal wieder ein hervorragendes Beispiel für die Argumentationsweise unser geschätzten EU-Bürokraten:

EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou trommelt aber nun und fordert die Menschen dazu auf, an der Impfung teilzunehmen. Gegenüber der Welt sagte sie, dass das Virus sich in der nächsten Zeit verändern und gefährlicher werden könne: “Nach allem, was wir wissen, können sich bis zu 30 Prozent der Bevölkerung mit der Schweinegrippe infizieren. In diesem Fall wird man leider auch mit einer erheblichen Zahl von Toten rechnen müssen. Wir müssen wachsam bleiben.”

Vassiliou weist dabei auch auf die wirtschaftlichen und sozialen Folgen hin, die durch die Ausbreitung der neuen Grippe entstehen können. Sie warnte gar davor, dass dadurch die “wirtschaftliche Erholung” gefährdet werden könne.

via Telepolis pnews: EU-Kommissarin Vassiliou ruft mit drastischen Warnungen zur Impfung gegen Schweinegrippe auf.

Dazu mein Kommentar:

  1. Sollte jemanden dann auch dem Virus mitteilen, dass es gefälligst derart mutiert, dass die ursprüngliche Impfung noch wirksam ist.
  2. Ist es bezeichnend, an die Bürger zu appellieren und als zweites Argument (neben den “Toten”) dann die wirtschaftliche Erholung zu bringen. “Liebes Konsumvieh, ihr seid wichtig für den Wertschöpfungsprozess, gefährdet doch bitte nicht eure Produktivität und euren Konsum!”

DasErste.de – Heilung unerwünscht – Neurodermites-Medikation blockiert?

No comments Oktober 19th, 2009

Millionen Menschen leiden unter schweren Hauterkrankungen. Vielen könnte geholfen werden, wenn man sie mit einer neu erfundenen Spezial-Salbe behandeln würde. Das haben Wissenschaftler und Ärzte festgestellt. Doch die großen Pharmakonzerne weigern sich, die Erfindung auf den Markt zu bringen. Warum nur?

Zu wirkungsvoll und zu preiswert?

Die Salbe ist wohl “zu” gut: Weil das Mittel gleichermaßen wirkungsvoll wie preiswert ist, fürchtet die Pharmaindustrie offenbar die Konkurrenz zu den eigenen viel teureren Mitteln.

via DasErste.de – Reportage & Dokumentation – Heilung unerwünscht 19.10.2009.

Dazu Fefe:

Das Medikament heißt Regividerm. Nun, da denkt man sich, hey, da guck ich doch mal in der Wikipedia nach. Der Artikel wurde gelöscht.

Update: Mittlerweile werden Zweifel laut, ob der WDR anständig recherchiert hat.

Atomkraftwerk Gundremmingen – Block A

No comments September 19th, 2009

19. November 1975, 10 Uhr 42. Im AKW Grundremmingen kommt es zu deinem Unfall bei dem zwei Menschen sterben. Bei Arbeiten an einen Nebensystem des Primärkreislaufs lösen 2 Schlosser die Halterung einer Stopfbuchse und es tritt explosionsartig ein radioaktives Dampf-Wasser-Gemisch mit einer Temperatur von 280°C aus. Das Leitungssystem war aus Zeitgründen und Kostenersparniss noch unter Druck.

Der jüngere der beiden, ein Meister im Alter von 34 Jahren wurde von dem Strahl direkt getroffen und ist sofort gestorben. Er konnte erst 15 Minuten nach dem Unfall von anderen Kraftwerksmitarbeitern in schweren Strahlenschutzanzügen geborgen werden.

Nach der Obduktion wurden die Leichen im Schwabinger Krankenhaus in Zinksärge eingelötet. Die Angehörigen durften sie nicht noch einmal sehen. Sechs Tage nach dem Unfall wurden die beiden Männer in Lauingen unter Anteilnahme von Atomkraftwerksleitung und Aufsichtsbehörde beerdigt.

13. Januar 1977. Bei einem Unfall wird der gesamte Reaktor des AKW Grundremmingen A zerstört. Es hatte bei kaltem unnd feuchten Wetter ausserhalb des AKWs an zwei Hochspannungsleitungen Kurzschlüsse gegeben. Daher musste eine Schnellabschaltung eingeleitet werden. Mehrere Anlagenteile funktionierten nicht richtig. Durch die Fehlsteuerung wurde zuviel Wasser in den Reaktor gepresst. Durch Überdruckventile ergossen sich dann 200.000 Liter und radioaktives Wasser mit einer Temperatur von 80°C in das Reaktorgebäude. Dort staute es sich bereits 10 Minuten etwa drei bis vier Meter hoch auf.

In den ersten Meldungen der Behörden war noch von einer “starken Kontamination” bei dem Unfall die Rede. Später wurde daraus “radiologisch bedeutungslos”. Die Unterlagen zu den entnommenen Organteilen bekamen den Stempel “vertraulich”. Bis 1976 lagerten die Leichenteile bei der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung in Neuherberg. Später wurden sie als “klinische Abfälle” deklariert und im Kernforschungszentrum Karlsruhe verbrannt. Die Asche kam in 200-Liter-Fässern in das Salzbergwerk ASSE.

via Atomkraftwerk Grundremmingen – Blog von Nix.

Anm.: Es ist Gundremmingen.

Der Spiegel fabuliert über Bezahlcontent…

No comments August 19th, 2009

Und schreibt seinen Artikel, der wie folgt eingeleitet wird…

Medienmilliardär Rupert Murdoch will die Online-Leser seiner Zeitungen zur Kasse bitten. Der Vorstoß hat eine Debatte um die Zukunft der Gratiskultur im Netz ausgelöst. Dabei gibt es bereits positive Beispiele. Doch mancher Verlag fürchtet die Frage: Was sind wir dem Leser wert?

via Internet: Hoffnung in Lachsrosa – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt.

… als redaktionell bearbeitete Übersetzung bei wired ab:

To this end, a team of News Corp execs has been convened to consider all possible digital business models. Murdoch added that “the very bright people we have at our SlingShot Laboratories” – an incubator launched in 2008 to develop new digital ventures – “are devising clever ways to monetise the content of some of our long established print properties”.

via wired.co.uk