Die Gedanken sind frei
Beiträge getaggt mit Amerika
Falscher Planet, falsches Jahrtausend
26. Jun
Kristian Köhntopp (ehem. MySQL) darüber, warum Leute wie er (und ich) einfach nicht glauben können, was täglich für Knaller über den Äther gehen:
Ich habe Freunde und Kollegen, die ich noch niemals in Persona getroffen habe. Meine Arbeitgeber seit eineinhalb Jahrzehnten setzen in ihren geschäftskritischen Systemen ausschließlich Open Source Software ein. Ich bin einige Jahre für eine Firma tätig gewesen, bei der ich weder den finnischen noch den deutschen Firmensitz je betreten habe, und bei der ich erst kurz vor dem Ausscheiden einmal Gelegenheit hatte, den amerikanischen Firmensitz von innen zu sehen. Ich habe in einem Bewerbungsgespräch gesessen, bei dem mein zukünftiger Arbeitgeber das Gespräch mit den Worten ‘Wir haben uns dann im Web schon mal über sie informiert. Fachlich ist wahrscheinlich alles klar, wir müssen nur noch sehen, ob das menschlich auch paßt.’ eröffnet hat.
…
Ich bin kein Einzelfall. Alle Leute die ich kenne leben auch so, mehr oder weniger. Und deren Freunde auch. Wir sind viele, so viele, daß wir in sechs Wochen 134000 Unterschriften zusammenbekommen ohne das Haus verlassen zu müssen. Wir sind definitiv keine 80 Millionen und wir haben den Rest dieses Landes so dermaßen weit abgehängt, daß wir nicht einmal mehr eine gemeinsame Sprache haben. Wenn irgendwas in dieser Diskussion deutlich geworden ist, dann das.
via Falscher Planet, falsches Jahrtausend – Die wunderbare Welt von Isotopp.
Spiegelfechter zur Wahl im Iran
15. Jun
Wenn internationale Medien von einer Wahlfarce und komplett manipulierten Wahlen schreiben, so machen sie sich – gewollt oder ungewollt – zu Handlangern der Opposition. Das Ergebnis spiegelt jedenfalls ziemlich genau die Umfrageergebnisse wider, die das unabhängige amerikanische „Center for Public Opinion“ Anfang Mai in Iran durchführte. Landesweit hatte Ahmadinedschad demnach einen Vorsprung von 33%. Die stärkste Zustimmung hat er demnach bei der Gruppe der 18 bis 24jährigen – wenn in den internationalen Medien die Geschichte erzählt wird, dass die jungen Iraner Mussawi haben wollen, so ist dies schlichtweg falsch.
via Der Spiegelfechter » Blog Archive » There Will Be Blood.
Momentan stellt sich die Nachrichtenlage etwas unklar dar. Zwar berichten mehrere Medien darüber, dass Ahmadinedschad Verlierer ist, aber dies läge auch im Interesse vieler westlicher Regierungen, so dass ich noch abwarte, bis ich mir eine abschließende Meinung bilde.
Also bitte!
04. Jan
Die Muslime hätten “Überlegungen angestellt, die sie niemals an Bord eines Flugzeugs hätten machen dürfen”, sagte er. Dabei seien sie von anderen Passagieren “missverstanden” worden. In einer wenig später veröffentlichten Erklärung entschuldigte sich das Unternehmen.
Spiegel Online
Welcher Überlegungen hatten sie denn angestellt? Man unterhielt sich, der Aussage nach, über den sichersten Platz in einem Flugzeug. Das ist natürlich skandalös!
Beihilfe zum Angriffskrieg
17. Dez
Ich kann mich an das Foto einer “Roland”-Luftabwehr-Stellung auf einem Hügel erinnern. Wichtig waren auch Meldungen über die Lage der großen Ölgräben, die Saddam damals ausheben ließ. Einmal entzündet, hätten sie den Flugverkehr gefährdet, besonders aber unsere Helikopter. Es gab auch deutsche Berichte über ZU-23-Flugabwehrkanonen, die auf Hausdächer montiert waren. Das hatten wir vorher nie gesehen. Wir sind den beiden mutigen Deutschen, die während des Kriegs in Bagdad ausgeharrt haben und ihr Leben riskierten, tiefsten Dank schuldig. Mit ihrer Arbeit haben sie amerikanische Leben gerettet, daran gibt es für mich keine Zweifel.
Indizien dafür, dass das Wahlentscheidende “Nein” zum Irakkrieg evtl. ein “Jein” gewesen ist.
Zuviel zum kommentieren
03. Dez
Sind doch mehr
27. Nov
FTD.de: 700 Milliarden? Ha! Es sind 8500 Milliarden
Das Ergebnis der umfangreichen Recherche: Die tatsächlichen Risiken, die der amerikanische Staat bislang eingeht, übertreffen das im September verabschiedete, 700 Mrd. $ schwere Rettungspaket um mehr als das Zehnfache. Bei der Addition der Einzelposten kommt man auf 8500 Mrd. $, das ist mehr als die Hälfte des amerikanischen Inlandsprodukts. FTD-Online gibt den Überblick.
Na, das ist ja 8,5 Mal mehr als telepolis zu Beginn des Rettungspaketes geschätzt hat. 8.500.000.000.000,00$ – eine Menge Nullen.
Lawine
30. Sep
FTD: Unternehmen ziehen den “Revolver”
Banken weltweit sind in Nöten. Die Finanzinstitute müssen heftige Wertberichtigungen auf ihre Portfolien vornehmen, sie misstrauen sich gegenseitig, ihre Refinanzierung stockt, viele von ihnen müssen gestützt oder von größeren Rivalen geschluckt werden. Jetzt taucht ein neues Problem auf: Große Unternehmen ziehen aus Angst vor einer Knappheit an Barmitteln ihre vor der Krise ausgehandelten Kreditlinien – und verschlimmern die Probleme der Banken noch.
Eine Art “Dispokredit” für Konzerne verringert die Liquidität der amerikanischen Banken weiter. Nicht unbedingt die beste Nachricht für jene Banken
Experten zur Finanzkrise:
30. Sep
FTD.de – Gescheiterter Rettungsplan: “Ein weiterer 11. September für die Börse”
“Die Ablehnung des Gesetzes war das Beste, was passieren konnte”, sagt Joseph Mason, Finanzexperte an der Drexel-Universität. Laut Mark Mittmann, Analyst bei Canterbury Consulting, hat das Land ohnehin nur die Wahl zwischen zwei Übeln: “Ohne den Rettungsplan rutschen wir in eine tiefe Rezession. Aber mit Rettungsplan steigt die Staatsverschuldung und damit die Inflationsgefahr, und die Konjunktur bleibt schwach.” Rezession oder Hyperinflation? “Letzteres ist deutlich schlimmer”, sagt Mittmann. “Ich sehe den Dollarkurs in Gefahr.”
Insolvenzprämie
23. Sep
Bankenkrise: Chancen und Risiken der 700-Milliarden-Dollar-Pille
Nicht anfreunden kann sich der Finanzminister dagegen mit dem Vorschlag, dass die Vorstandsgehälter und Abfindungen von Banken, die von dem Rettungsplan profitieren, begrenzt werden sollen. Das könne sie von einer Teilnahme an dem Programm abhalten. Doch dieses Thema ist sowohl demokratischen als auch republikanischen Wahlkämpfern ein Herzensanliegen.
Innovativ! Manager sollen also jetzt auch noch Versagensprämien kassieren.
Update: Anscheinend hat sich der Kongress mit seiner Forderung, dass die Auszahlung der Boni gedeckelt werden soll, durchgesetzt. Bewerten kann man dies aber vermutlich erst, wenn die Details bekannt sind.
Prioritäten setzen
22. Sep
Im Gespräch: Nobelpreisträger Joseph Stiglitz: „Der amerikanische Staat ist schuld“ – FAZ.NET
Wie bewerten Sie die Verstaatlichungswelle in Amerika?
Das ist alles sehr bedenklich, denn die Lasten muss der Steuerzahler tragen. Wir reden hier über eine Gesamtsumme von mehr als 900 Milliarden Dollar. Kürzlich konnte Präsident Georg Bush nicht einmal einige Milliarden Dollar lockermachen, als es um Gelder für kranke Kinder ging, die keine Krankenversicherung haben. Ich frage mich: Was ist das für eine Gesellschaft, in der wir zwar 85 Milliarden Dollar für AIG haben, aber nicht für kranke Kinder?
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