Die Gedanken sind frei
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“Islamfeindlichkeit kommt nicht vom Rand”
03. Dez
Ein sehr interessantes Interview in telepolis über die Bildung eines neuen Feindbildes: Der Moslem. Sabine Schiffer stellt während ihres Gespräches mit dem Interviewer auch sehr schön heraus, wieviel erschreckende Ähnlichkeit das Stereotyp “der Moslem” mit “der Joode!” hat.
Einfach mal lesen und in sich gehen.
Es ist seit Jahr und Tag gängige Praxis der sog. Eliten, dass allgemein relevante Themen auf markierte Gruppen projiziert werden. Dann kann man etwa unser Schulsystem so lassen wie es ist und muss nicht z. B. teuer die Schulklassen halbieren, sondern kann die daraus resultierenden Probleme den angeblich “Integrationsunwilligen” in die Schuhe schieben.
Döpfner: Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch
14. Nov
Axel-Springer-Chef Döpfner hat die Forderung nach einem freien Zugang zu Informationen als kommunistisch bezeichnet. Genauso sinnvoll sei es zu fordern, dass das Bier im Supermarkt künftig kostenlos sein müsse.
via Springer: Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch – Golem.de.
Sehr geehrter Herr Döpfner,
Ich habe da eine Lösung für ihr Problem, und Sie wissen ja auch schon eine: nehmen Sie für den Zugang zu Ihren Informationen Geld. Für das iPhone haben Sie ja auch schon angekündigt, dass ihre Seiten in Zukunft nur noch gegen Geld zu haben sind. Und auch gegen Google News ist ein Kraut gewachsen: robots.txt.
Aber irgendwie befürchte ich, Sie haben ein anderes Problem. Ihnen geht es wohl darum, dass niemand bereit ist, Geld für ihren Mist, Unsinn und Dreck zu bezahlen. Und das, Herr Döpfner, nennt sich im allgemeinen Kapitalismus. Wenn ein Wettbewerber etwas günstiger zur Verfügung steht, kann ich entweder auch meinen Preis senken, oder meine Qualität erhöhen.
Ich bin mir sicher, dass eine Komplettsperre von Bild.de für “Kommunisten” die durchschnittliche Qualität der deutschen Medienlandschaft gewaltig erhöhen würde. Machen Sie also bitte schnell!
Zeit Online entdeckt Indect
17. Okt
Indect – ein Paket von Forschungsförderungen der EU um Geräte und Software zu entwickeln, die Einzelpersonen auf Schritt und tritt verfolgen, in dem sie öffentliche Informationen, Überwachungskameras, Vorratsdatenspeicherung und soziale Netzwerke verknüpfen.
Es geht nicht in erster Linie darum, Informationen aus dem Netz zu filtern. Vor allem sollen diese mit anderen Datenbanken verknüpft werden. Beispielsweise mit Bildern von Videoüberwachungskameras oder mit Daten von Mobiltelefonen. Das Ziel, so scheint es: In irgendeiner Weise auffällig gewordene Menschen in der Realität schnell entdecken und langfristig verfolgen zu können.
via Zeit Online.
Braunschweig vs. Flashmob 1:0
28. Jul
Was meint ihr? Geht es um die Kosten, oder die “Gefahr” wenn Bürger plötzlich etwas “gemeinsam” tun? Ich bin da unschlüssig. Andererseits, wenn ich die Wahl hätte, mit meinen Steuergeldern 25.000 Euro eine Party auf auf Sylt oder 25.000.000.000 Euro eine Bank in Mißwirtschaft zu finanzieren, würde ich mich doch eher für die Party entscheiden.
Doch anderen genügt das nicht. Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus forderte nach der Syltparty via Bild bereits, Derartiges zu verbieten. “Es ist nicht hinnehmbar, dass Tausende unorganisiert feiern und anschließend die Gemeinschaft den Dreck wegräumen und die Folgen bezahlen muss”, sagte er. Wenn es keine Handhabe gebe, Initiatoren solcher Partys die Kosten in Rechnung zu stellen, müsse die Möglichkeit einer Gesetzesänderung geprüft werden.
Die mobilisierende Kraft des Internets
Der Verdacht liegt nahe, dass der Innensenator auf die Flashmobs schimpft, aber eigentlich über die mobilisierende Kraft des Internets verärgert ist.
via Flashmob – Braunschweig vertreibt die Internetmeute – Golem.de.
Frankfurter Neue Presse “Qualitätsjournalismus”
29. Jun
Nachdem sich das bildblog (das übrigens nicht mehr nur die Bild beobachtet) darüber beschwerte, dass die dpa offensichtlich einen falschen Zusammenhang zwischen “The Pirate Bay” und der Piratenpartei herbeikonstruierte, reagiert die FNP auf die Kritik so:
Als ob wir diese Meldung wider besseres Wissen veröffentlicht hätten. Wie sollen Kunden von Nachrichtenagenturen, also Zeitungen, jede einzelne Meldung überprüfen? Hunderte, tausende täglich. Die Agenturen sind dazu da, dass sie uns korrekt recherchierte Meldungen und Artikel zukommen lassen. Der Umstand, dass DPA diese Meldung bis heute nicht zurückgezogen hat, sollte ebenfalls zu denken geben.
via Frankfurter Neue Presse – Frankfurt – Politik: Schwedische Piratenpartei auf Erfolgswelle.
Eigentor! Schreiben doch Heerscharen von Journalisten täglich auf totem Baum, dass “die Blogger” den deutschen “Qualitätsjournalismus” nicht ersetzen könnten. Und mal wieder muss ein “Qualitätsjournalist” zugeben, dass er auch nur “copy and paste” ohne weitere Recherche macht.
CDU/CSU-Wahlprogramm: Internetsperren
23. Jun
CDU und CSU streben für die Ahndung von Urheberrechtsverletzungen im Internet ein Modell nach französischem Vorbild an. Das berichtet Zeit online, das nach eigenen Angaben der Entwurf für das gemeinsame Wahlprogramm der Parteien vorliegt. Demnach sollen Anbieter von Internetzugängen “Rechtsverletzer verwarnen und nötigenfalls ihre Zugänge sperren”.
via heise online – 23.06.09 – CDU/CSU-Wahlprogramm: Internetsperren nach Urheberrechtsverstößen.
Dazu möchte ich doch folgenden Vorschlag unterstützen.
“Vorsortierung, Sachzwänge, deutsche Leitkultur”
17. Jun
Zu fragen hat man sich vielmehr, warum der Politik das Bankensystem so unendlich viel mehr Geld wert ist, als das hiesige Schulsystem- was das für ein nationales Anliegen ist, das da gemeinschaftlich von allen Parteien in der Finanzkrise verfolgt wird?
via TP: Deutsche Schulen: “Vorsortierung, Sachzwänge, deutsche Leitkultur”.
Eine Kritik der Kritik. Warum “Bildungsinitiativen” vielleicht nicht den “Kern des Problems” treffen.
Spiegelfechter zur Wahl im Iran
15. Jun
Wenn internationale Medien von einer Wahlfarce und komplett manipulierten Wahlen schreiben, so machen sie sich – gewollt oder ungewollt – zu Handlangern der Opposition. Das Ergebnis spiegelt jedenfalls ziemlich genau die Umfrageergebnisse wider, die das unabhängige amerikanische „Center for Public Opinion“ Anfang Mai in Iran durchführte. Landesweit hatte Ahmadinedschad demnach einen Vorsprung von 33%. Die stärkste Zustimmung hat er demnach bei der Gruppe der 18 bis 24jährigen – wenn in den internationalen Medien die Geschichte erzählt wird, dass die jungen Iraner Mussawi haben wollen, so ist dies schlichtweg falsch.
via Der Spiegelfechter » Blog Archive » There Will Be Blood.
Momentan stellt sich die Nachrichtenlage etwas unklar dar. Zwar berichten mehrere Medien darüber, dass Ahmadinedschad Verlierer ist, aber dies läge auch im Interesse vieler westlicher Regierungen, so dass ich noch abwarte, bis ich mir eine abschließende Meinung bilde.
Sperreinsatz!
07. Jun
Internetseiten, auf denen Mädchen Magersucht und Bulimie unterstützen, sollten nach Ansicht des Deutschen Philologenverbandes für Jugendliche gesperrt werden.
via Lehrerverband: Magersucht-Seiten im Internet sperren | ratschlag24.com.
Ein Lehrerverband, also die Vertretung derjeniger Leute, die unseren Nachwuchs ausbilden sollen, fordert Zensur. Aus den Augen, aus dem Sinn. Bedenklich!
Allerdings: Man sollte über einen Hubschraubereinsatz nachdenken.
Wiefelspütz will Internet-Sperren ausweiten
06. Jun
“Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden”, äußerte sich Wiefelspütz in Bezug auf Webseiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten und fügte hinzu “Es kann doch nicht sein, dass es im Internet eine Welt ohne Recht und Gesetz gibt”.
via heise online – 06.06.09 – Wiefelspütz will Internet-Sperren ausweiten.
Das war klar. Abgesehen davon, dass es im Internet keine Welt ohne Recht und Gesetz gibt (das können tausende, deren Rechner bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmt worden sind sowie vermutlich noch mehr Abmahnopfer bestätigen), ist hier ganz klar, wohin die Reise geht. China scheint das Vorbild sein. Auch in China wird nur ausgefiltert, was nicht den dortigen Gesetzen entspricht. Man kann sich nicht hinstellen, China kritisieren und dann hier das gleiche machen wollen.
Wenn wir nicht gegensteuern, dauert es meines Erachtens nach noch höchstens fünf Jahren und wir haben das “Deutschlandnet”.
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