Die Gedanken sind frei
Beiträge getaggt mit Web 2.0
Bezwingen “die Piraten” Xing wie …VZ?
05. Aug
Aktuell stehen die “Sonstigen” (jene Gruppe von Parteien, die man laut deutscher Medienlandschaft wohl eh nicht wählen sollen können dürfte) bei um und bei 90%. Der Grund? Nun, Xing hat sich entschlossen, auf der Wahlkampfwelle zu surfen – und mal eben die Piraten auszuschließen.
Moment, Xing (Web 2.0) und Piraten ausschließen? Na, das hat wohl nicht so ganz funktioniert. Da scheinen der heise newsticker und das Piraten-Forum wohl ähnlich zu funktionieren wie ein deutsches 4chan…
Update 5. August, 19:53: Liebe Kommentatoren,
Vielen Dank für Ihre zahlreiche Meinungen und Ihre kritischen Anmerkungen.
Wir haben uns in den vergangenen Wochen viele Gedanken gemacht, wie wir politische Diskussionen auf der Plattform fördern können. Mit unserer Regelung haben wir uns dabei für eine klare Linie und gegen radikale Gruppen auf der Plattform entschieden. Deshalb haben wir allen im Bundestag in Fraktionsstärke vertretenen Parteien ein eigenständiges Forum auf XING ermöglicht.
…
Daher haben wir uns entschlossen, dass diese Ausnahme sinnvoll ist und unterbreiten der Piratenpartei gerne dasselbe Angebot wie den anderen im Bundestag vertretenen Parteien. Die Möglichkeit einer Gruppe auf XING steht ihnen damit offen. Es gilt jedoch auch weiterhin: Es wird auch in Zukunft keinen Platz für radikale Gruppierungen auf XING geben.
Wir tun es für die “Analysten”
28. Okt
Das sogenannte Cloud Computing hingegen hat Microsoft bislang anderen Unternehmen überlassen. Als Cloud Computing bezeichnet man die Nutzung des Internets und der damit verbundenen Computer als riesigen, weit verzweigten Datenspeicher und Rechner, auf den man jederzeit und von überall zugreifen kann (mehr zu Cloud Computing bei SPIEGEL WISSEN). Cloud Computing ermöglicht die Nutzung sonst brachliegender Ressourcen, macht das Web selbst zum Großrechner. Google beispielsweise bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Online-Anwendungen, darunter auch Bürosoftware, an.
Soso, oho! Weil “Software As A Service” nach dem dotcom-Boom nicht so ganz gestorben ist, sondern als Zombie weiter durch das Web wirbelte, und der Herr Page vom Google eine Webseite hat, mit der man Briefe drucken kann, erzählt Microsoft den Damen und Herren Analysten jetzt also was vom “Cloud Computing”. Und der Name ist Programm: Bis auf dass das irgendwas mit “AJAX” und “Web 2.0″ zu tun haben muss, ist der Rest ziemlich “cloudy”.
Zum Beispiel die “Büroanwendungen”. Google verlangt hierfür… nix. Nunja, man muss sich mit seinem Google-Konto anmelden, und bekommt einen Cookie gesetzt, der fortan dazu genutzt wird, dass Nutzerverhalten im übrigen Web mit einer Identität zu verbinden (Google Adwords, Google Analytics). Aber der unbedarfte Nutzer zahlt erstmal “Nix”. Microsoft hingegen spricht von Anfang an von “Gebühren”. 1:0 für Google.
Betriebliche Anwender dürften die Cloud-Angebote nicht nutzen. Wer will schon das Dokument, dass die Produktions- und Vertriebsplanung der nächsten 12 Monate enthält “in einer Cloud speichern”?
Ich mache hier vorerst mal Halt, aber es gibt noch bestimmt 1.001 Gründe, warum Microsoft auch in zehn Jahren “Windows und Office” vertreiben wird. Alles andere ist Gefälligkeitsgelaber für Analysten, die irgendwelche Zukunftsperspektiven suchen, weil sonst “keine Phantasie in den Kursen sei”. Microsoft ist sicherlich gut beraten, genau so viel Geld in dieses potemkinsche Dorf zu investieren, wie es braucht, um den eigenen Kurs zu befeuern, aber nicht ernsthaft diesen neuen sinnlosen Hype hinterherzuhecheln.
Web 2.0 wird irgendwann auch normal und dann einfach als Technik, interaktive Webseiten mit einer besseren Benutzerschnittstelle zu versehen, wahrgenommen.
Google Mail bringt sinnvollstes Feature des Jahres
07. Okt
Perlow schreibt im Gmail-Blog über seine Beweggründe für die Entwicklung: “Manchmal schreibe ich Nachrichten, die ich nicht senden sollte. Zum Beispiel habe ich einem Mädel per SMS mitgeteilt, dass ich in sie verknallt bin. Oder ich schickte meiner Ex-Freundin spät in der Nacht eine E-Mail, dass wir wieder zusammenkommen sollten.”
Gefunden bei: golem.de
Großartiges Werkzeug!
Smalltalk resurrected
30. Sep
Allmählich scheint wieder Leben in die Programmiersprache Smalltalk zu kommen. Seasideapplikationen schießen wie Pilze aus dem Boden, mit Magritte existiert ein ausgefeiltes Meta-Framework (und dessen Anwendung Pier als Blog und Wiki). Und nun kommt auch noch Konkurrenz mit Aida ins Haus, auf dessen Basis das CMS, Blog und Wiki Scribo entstanden ist.
Onlinezwang
23. Sep
T-Mobile G1: Das erste Google-Smartphone – Golem.de
Zum Lieferumfang eines modernen Smartphones gehört eine Synchronisationssoftware, um Adressen, Termine, Notizen, Musikdaten, Fotos, Bilder oder andere Daten zwischen dem mobilen Begleiter und einem PC austauschen zu können. Eine solche Software wird dem von HTC entwickelten G1 nicht beiliegen, erklärte T-Mobile. Denn alle diese Daten werden über das Internet synchronisiert. Daher fehlt dem ersten Android-Smartphone auch ein lokaler E-Mail-Client, weil das Konzept darauf ausgerichtet ist, dass E-Mails über Google Mail oder aber einen anderen Webmailer abgerufen werden.
Mich würde ein solcher “Onlinezwang” ziemlich abschrecken, da ich öfters mal im Ausland bin, und ein solches Smartphone für mich dort (Roamingkosten für Datentarife) ein Briefbeschwerer wäre.
Spamming mal anders
14. Feb
Now, send an invitation to 15 friends to unlock the application!
Wenn das bei facebook so weiter geht, werde ich den langen Weg der
Accountlöschung gehen. Weiß gerade sowieso nicht, was das Ding
bringen soll (außer blind dates für Englischsprachige).
Multicoreprozessoren
21. Jan
Microsoft: Windows Vista nutzt maximal vier Prozessor-Kerne – Golem.de
Damit gab erstmals ein hochrangiger Vertreter von Microsoft öffentlich zu, was in der Branche – vor allem bei den Prozessorentwicklern – schon lange gemunkelt wurde: Die Skalierfähigkeit der Desktop-Versionen von Windows, vor allem bei Windows XP, ist arg begrenzt.
Aber, Microsoft wäre nicht Microsoft, wenn man das Problem nicht auf elegante Weise zu lösen wüßte:
heise online – Microsoft sucht nach dem Sinn von Multicore-Prozessoren
Der Sinn von DualCore-Prozessoren lässt sich Computer-Unwissenden heute einfach erklären: Während der Anwender einen Prozessorkern mit der zu erledigenden Arbeit beschäftigt, beschäftigt der andere sich selbst mit Virenscan, Überwachung der Registry und der Suche nach Root-Kits. Doch der Sinn von QuadCore-Architekturen erschließt sich – zumindest außerhalb von Rechenzentren – nicht mehr so schnell.
Auch bei Linux gab es auf dem Weg zum Multicore Probleme. Vor Jahren. Ich jedenfalls wüßte schon, was ich mit mehreren Kernen anstelle, und deswegen steht so ein System auch schon auf der kurz- bis mittelfristigen Einkaufsliste. Wenn man zum Beispiel mal diese ganze Video, Musik und sonstige Web 2.0-Geraffel ausprobiert, kommt der Rechner schnell an Grenzen. Denn während man das gerade produzierte Video abspielt und probecodiert, möchte man vielleicht schon mit der Vertonung abfangen und im Hintergrund läuft evtl. ein oder zwei Mal das favorisierte MMORPG. Da wäre massig Platz für die Beschäftigung von mehreren Kernen.
Enlargement im Profil?
03. Jan
BooCompany +++ XING platziert ungefragt Werbung auf Mitgliederprofilen +++:
In grauer Vorzeit hatte XING-Gründer und Vorstand Lars Hinrichs mal gesagt, dass XING werbefrei bleiben soll. Diese Aussage wurde nun revidiert. Das Besondere daran ist aber, dass XING die Werbung auf den Profilen der zahlenden Premium-Mitglieder einblendet, diese jedoch nur von den nichtzahlenden Basismitgliedern gelesen werden kann. So bekommt das zahlende Premium-Mitglied gar nicht mit, dass Werbung auf seinem Profil ist und erst recht nicht, welche Werbung. Im Einzelfall kann das dazu führen, dass ein Greenpeace-Mitarbeiter Werbung für Billig-Airlines auf seinem Profil hat oder ein Deutsche-Bank-Mitarbeiter Werbung von der comdirect – oder vielleicht bald jeder Mann Werbung für Viagra macht.
Die Jahreswende 2007 / 2008 scheint die “Web 2.0″ Wunder ja gerade zu zu beflügeln, was das Vergraulen und Verunsichern der eigenen Mitgliederbasis angeht. Erst kam facebook mit der Idee, den eigenen Kontakten zu zeigen, was man so bei anderen Seiten gekauft hat (“Markus hat sich heute ‘Schneller Chef!’ bei booksonstwas.de gekauft – jetzt klicken und mitkaufen!”), dann wollte Studivz sich herausnehmen, seine Mitglieder auf allen medialen Kanälen (d. h. nicht nur auf der Webseite, sondern auch per SMS, Mail, Post) mit Werbung zu bescheren. Nun ist also auch XING dabei, die zahlende Kundschaft zu nutzen, um den Nichtzahlern Werbung angedeihen zu lassen. Toll, wenn ich als Mitarbeiter von Unternehmen A kontextbezogen mit meinem Profilbild für den Mittbewerber Werbung mache.
Wenn ich es nicht besser wüßte, versuchen sich unsere Web 2.0-Wunder einer nach dem anderen ihrer Kunden zu entledigen. Außerdem zeit es weiterhin: irgendwann geht anscheinend jede “Community” in die Daten-Werbe-Verwurstung über.
Generation: ICH!
02. Mrz
TP: Web 2.0 fördert den Narzissmus
Angeblich, so wollen Psychologen herausgefunden haben, werden die jungen Menschen immer narzisstischer. Eine Analyse von 16.000 College-Studenten, die zwischen 1982 und 2006 in den USA die Fragen des psychologischen Tests Narcissistic Personality Inventory beantwortet haben, hat ergeben, dass diese noch nie so narzisstisch waren wie jetzt. In dem Test müssen die Studenten angeben, wie sie Aussagen (“Wenn ich die Welt regieren könnte, wäre sie ein besserer Ort” oder “Ich stehe gerne im Zentrum der Aufmerksamkeit”) bewerten. Angeblich liegen die Narzissmuswerte von zwei Dritteln der Studenten 2006 über dem Wert der Studenten aus dem Jahr 1982.
Neue Kommentare